zeitschriftenbranche

Quo Vadis Zeitschrift?

Das Nutzungsverhalten von Medienkonsumenten hat sich durch die zunehmende Bedeutung des Internets verändert. Der Nutzer verlangt verstärkt nach digitalem, mobilem und zeitnahem Nachrichtenangebot.

Die deutsche Zeitungs- und Zeitschriftenbranche im strukturellen Wandel 

Die Nachfrage nach digitalen Medien hat zur Folge, dass Druckauflagen bei Zeitschriftenverlagen langfristig zurück gehen.

 

Wachstumsstärkster Distributionskanal für mediale Inhalte und somit bevorzugtes Medium der Informationsbeschaffung ist das Internet.


“Neue Technologien verändern die Art, wie eine Geschichte geschrieben wird, nur ersetzen sie gut recherchierte Geschichten von Journalisten nicht“ Frank Mahlberg, Verlagsgeschäftsführer der Welt-Gruppe/Berliner Morgenpost/Hamburger Abendblatt bei der Axel Springer AG in der Zeitschrift absatzwirtschaft 11/2013


Werte wie Glaubwürdigkeit, die sich über Jahre für eine Zeitschrift entwickelt haben, und der Wunsch nach einer physischen und haptischen Präsenz von Nachrichten – sprich der Papierzeitschrift, die man in den Händen hält – können eine gewisse Anzahl eingeschworener Zeitungsleser davon abhalten, sich den digitalen Medien zuzuwenden. Denkbar ist auch, diese Zeitungsleser dazu zu bringen, digitale Medien als Zusatzmedium zu ihren Papierzeitschriften zu benutzen.

 

Nichtsdestotrotz müssen sich Zeitungsverlage dem strukturellen Wandel anpassen und eine aktive Rolle bei der Gestaltung von Technologie-, Medien- und Telekommunikationsmärkten einnehmen.

 

Digitalisierung als Wachstumstreiber

Erschwerend für die Zeitungsbranche ist die geringe Zahlungsbereitschaft der Konsumenten für aktuelle Informationen. Zeitschriftenverlage müssen sich also dahingehend neue Wachstumsstrategien zu eigen machen.

 

Denkbar sind digitale Abonnements deren Vorteile in der Verknüpfung mit anderen Medien  liegen. So kann ein Artikel durch die Anbindung an ein Video Aufwertung erlangen und für den Leser interessanter sein. Bezahlmodelle in denen überregionale Inhalte umsonst angeboten werden oder in denen regionaler Content gegen Bezahlung  abrufbar ist sind bei digitalen Abonnements durchaus denkbar. Diese Bezahlmodelle sind bereits vielfach im Umlauf und können eine gute Multimediastrategie eines Zeitungsverlages sein.
Quelle: deloitte.com

>> zurück