Depeche

Telegramm und telegraphische Depesche

Der Begriff Telegramm kommt aus dem griechischen und bedeutet Fernschreiben. Abgeleitet wird er von „tele“ (Deutsch: fern) und „gramma“ (Deutsch: Buchstabe). Der Begriff Depesche kommt vom französischen „dépêcher“ (Deutsch: eilen). Er ist aber veraltet und wird vom Begriff Telegramm abgelöst.
Ein Telegramm ist eine per Telegraph (ein Übertragungsgerät zur Übermittlung von Nachrichten) übermittelte Information. Hierbei werden die Bestandteile des zu übermittelnden Textes (wie Buchstaben, Ziffern, Satz- und ähnliche Zeichen) als einzelne Zeichen übertragen.

 

Bei der Übermittlung von Telegrammen müssen methodische Vorgehensweisen beachtet werden, die auch bei heutigen E-Mails zutreffen. Jede Nachricht beginnt mit Informationen über den Absender, dann Informationen zum Empfänger und einer Unterschrift in Form eines Codes.

 

Morse-Alphabet und Telex

Rund 120 Jahre lang gab es das sogenannte Morse-Alphabet. Zur Übertragung von Buchstaben gibt es zwei elektrische Signalzustände: kurz oder lang. (Vergleichbar mit den digitalen Zeichen 1 und 0) mit denen jeder Buchstabe dargestellt werden kann.

 

Im Anschluss an das Morse-Telegramm gab es das Telex. Es besaß einen komplexen Code. Mit dem Telex wurden über eine Tastatur eingegebene Texte automatisch in Signalfolgen übersetzt und versendet. Allerdings brauchte jeder Empfänger eine eigene Telexnummer und ein eigenes Endgerät.

 

Vorgehensweise eine Telegramms

Die eingegebenen Texte wurden beim Absender in codierte Zeichen übersetzt und auf einen Lochstreifen gestanzt. Dieser Lochstreifen wurde in ein Lesegerät gespannt welches umgewandelte elektrische Signale zum Empfänger sendete. Beim Empfänger  wurden die elektrischen Signale erneut umgewandelt und in einen Lochstreifen-Code auf Papierstreifen gestanzt. Der Papierstreifen wurde anschließend in ein sogenanntes Tastaturgerät eingespannt und erzeugte wieder lesbaren Text.

 

Das heutige Fax und die E-Mail haben das Telex abgelöst.

 

Der sogenannte Telegrammstil

Das heutige Telegramm wird von einer Poststelle oder per Internetseite von einem Telegrammdienstanbieter zu einer Empfangsstelle im Zielort gesendet.

 

Die Gebühr für ein Telegramm richtet sich weltweit nach der Anzahl der Wörter, Zeichen oder Silben, die übermittelt werden sollen.

Aus Kostengründen hat sich beim Schreiben ein sogenannter Telegrammstil  entwickelt. Das Ziel ist es, mit möglichst wenigen Worten und Buchstaben eine sinnvolle Nachricht zu übermitteln. So wird zum Beispiel aus der Nachricht : „Ich komme am Freitag um 18:00 Uhr bei euch an“ kurz und knapp: „ Ankomme Freitag 18 Uhr“. Quelle: Wikipedia

 

Auf Empfängerseite wird der Text angenommen, ausgedruckt, auf ein Formular geklebt und dann durch einen Telegrammboten, einen besonderen Briefträger, dessen Aufgabe es ist, eingehende Telegramme möglichst schnell zum Empfänger zu bringen, zugestellt.

 

Telegramm Anbieter

Heutzutage gilt die Versendung eines Telegramms zu Informationszwecken als veraltet, aber für besondere Anlässe, zum Beispiel: Geburt, Hochzeit, Trauer, kann man immer noch ein Telegramm aufgeben. Die Deutsche Post versendet sogenannte Mini-( bis zu 10 Wörter beinhaltende Nachrichten) und Maxitelegramme (bis zu 30 Wörter beinhaltende Nachrichten) mit oder ohne Schmuckblatt. Allerdings werden diese immer erst am folgenden Wochentag versendet und nur gegen Aufpreis noch am gleichen Tag oder am Wochenende zugestellt. Auf Wunsch können auch Blumen mit versendet werden.

 

Alternativ zur Deutschen Post kann man ein Telegramm auch beispielsweise durch die Firma TelegrammService.com versenden lassen. Dies kann telefonisch oder im Internet aufgegeben werden und wird sowohl ins Ausland versendet als auch am gleichen Tag innerhalb Deutschlands zugestellt.

 

Weitere Telegrammdienstanbieter:

pacster.com

telegrammservice.net

telegrammdirekt.net

telegrammdienst.com

telegramm-online.de

und mehr

 

Fazit

Ein Telegramm ist heutzutage eine antiquiert anmutende und recht kostspielige Art, Nachrichten zu versenden. Nichtsdestotrotz ist es stilvoll, zu besonderen Anlässen auf diese Medium zurückzugreifen und ein Glückwunschtelegramm zu versenden, so lange es noch angeboten wird.
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