Deutsche Post Gütesiegel für E-Postbrief

Deutsche Post erhält Datenschutz-Gütesiegel für E-Postbrief und erweitert Geschäftsfelder

Das ULD (Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein) bescheinigt mit der Vergabe des Gütesiegels, dass der E-Postbrief der Deutschen Post die geltenden Datenschutz- und Datensicherheitsanforderungen erfüllt.
Das ULD prüft die Schlüssigkeit von Gutachten, die methodisch richtige Vorgehensweise von Sachverständigen oder sachverständigen Prüfstellen und die Konformität zum ULD-Anforderungskatalog. Beim E-Postbrief hat das ULD das von der TÜV Informationstechnik GmbH (TÜViT) erstellte Gutachten untersucht und die Ergebnisse für den E-Postbrief bestätigt. Mehr Informationen finden Sie hier. Das Gütesiegel ist zwei Jahre gültig und kann nach erneuter Prüfung wiedererlangt werden

Für geschäftliche und private Nutzer erweitert die Deutsche Post zudem die Einsatzmöglichkeiten des E-Postbriefs. Vor Sommer 2012 soll E-Postident, der neue Online-Identifikationsdienst starten. Ab dem vierten Quartal gibt es dann die sichere Rechnungszahlung über das E-Postbrief Portal.

E-Postident

Verbraucher und Unternehmen haben durch verstärkt auftretende Internetkriminalität in Form von falschen Besteller-Identitäten oder so genannten Fake-Orders, ein stark wachsendes Bedürfnis nach Sicherheit im Netz. Dem soll E-Postident mit schneller, einfacher und sicherer Überprüfung von Identitäten im Internet nachkommen. E-Postbrief Benutzer sollen sich über E-Postident im Netz eindeutig identifizieren können.

Außerdem integriert die Deutsche Post im vierten Quartal 2012 eine Bezahlfunktion in ihr E-Postbrief Portal. Rechnungen, die elektronisch per E-Postbrief versandt werden, können Empfänger dann mit einigen Mausklicks anweisen. Anwender sollen dadurch Zeit sparen und Rechnungen sicher in ihrem E-Postbrief Postfach elektronisch archivieren können.

E-Postbrief kaum genutzt: System zu kompliziert?

Anderthalb Jahre nach Einführung des E-Postbriefs hat die Deutsche Post ihr selbst gestecktes Ziel den E-Postbrief als wichtige Einnahmequelle zu etablieren laut Internet World Business vom 13.02.2012 noch nicht erreicht.

Zur Forcierung des ambitionierten Projekts soll ab dem erstem Halbjahr 2012 eine Plattform zur leichteren Identitätsprüfung und ab zweitem Halbjahr 2012 eine direkte Bezahlfunktion in das Portal eingebunden werden. 2013 soll es möglich sein E-Postbriefe aus der Standardsoftware Word zu verschicken, so Jürgen Gerdes, Briefvorstand der Post gegenüber Financial Times Deutschland.

Elektronische Dokumente sollen vertraulich, verbindlich und verlässlich mit dem E-Postbrief übertragen werden. Empfängern eines E-Postbriefs, die nicht bei dem System angemeldet sind, wird die Nachricht als hybrider E-Postbrief ausgedruckt und per Postboten zugestellt. Die Kosten von 0,55 Euro für einen Standardbrief entsprechen dem Porto einer herkömmlichen Sendung.
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