| Ein Brief kann gefaltet werden und wird dann als Falt-Brief bezeichnet. In einem Umschlag verschickt nennt man ihn Umschlag-Brief. Das Wort „Brief“ kann zudem eine Briefsendung bezeichnen.
Einen Brief schreibt man auf Briefbögen, auch Briefpapier genannt. Briefbögen können ein- oder beidseitig beschrieben oder bedruckt werden. Es gibt verschiedene Arten von Briefpapier, beziehungsweise Briefbögen: es kann farbig sei oder auch ein Wasserzeichen haben. Sie können einfarbig, gemustert oder bedruckt sein. Auch können sie vom Din A4-Format abweichen.
Wenn man einen Brief versenden möchte, ist auf dem Briefumschlag die Adresse des Empfängers sowie der Absender zu finden. Für den Briefversand ist zudem eine Freimachung notwendig.
Üblicherweise wird in einer privaten Korrespondenz im Briefkopf die Adresse des Empfängers und des Absenders notiert. Des Weiteren steht im Briefkopf das Datum und der Ort des Verfassens. Nach der Anrede im Brief folgen Text und Schlussformel. Die Anrede im Brief ist beispielsweise „Liebe/r Frau/ Herr X“ oder „Sehr geehrte/r Frau/Herr X“. Auf Geschäftsbriefpapier finden sich neben der Postadresse und anderen Kommunikationsdaten wie der Email-Adresse auch der Unternehmensname mit Rechtsform, gegebenenfalls ein Logo sowie ein Feld für die Anschrift des Empfängers und eine Referenzzeile. Am Fuß des Briefes stehen Besucheradresse, eine Bankverbindung und die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (siehe DIN Brief).
Anschreiben
Unter einem Anschreiben versteht man ein formelles Schreiben, das an eine Person oder ein Unternehmen gerichtet ist. Meist ist ein Anschreiben nur ein Teil mehrerer Schriftstücke, die als Anlagen dem Anschreiben beigefügt werden. Ein Anschreiben ist direkt an den Empfänger gerichtet, während die folgenden Anlagen keine persönliche Anrede haben. Ein Anschreiben ist auch Teil einer Bewerbung für eine Arbeitsstelle. Hier stellt sich der Bewerber kurz vor und schildert, warum er/sie sich für die Stelle bewirbt. In den Anlagen findet man Zeugnisse und Referenzen.
Damals wie heute wird der Brief zum einen genutzt, um seine Meinung öffentlich zu äußern. Dies geschieht beispielsweise in Leserbriefen in Tageszeitungen. Zum anderen werden in Briefen persönliche Nachrichten, wie beispielsweise in Liebesbriefen, zu Papier gebracht oder amtliche Nachrichten verbreitet. Des Weiteren sind Briefe eine literarische Form. Aus ihnen können historische, aber auch kulturelle Informationen abgeleitet werden.
Im Bereich des Briefversands hat sich viel geändert: Im 19. Jahrhundert gab es selten feste Portotarife – sie konnten von Postamt zu Postamt abweichen. Auch wurden die Briefe nicht mit einer Gummierung verschlossen sondern mit einer Versiegelung. Heute werden neben dem Brief vor allem E-Mails versendet. Diese Form der elektronischen Nachricht hat den Vorteil, dass sie besonders schnell und kostengünstig versendet werden kann. Dennoch werden besonders wichtige Dokumente wie beispielsweise Verträge immer noch meist als Brief versandt. Ein Brief kann auch online versendet werden. (siehe auch e-Post). Interessieren Sie sich für den Infobrief Deutsche Post? Dann klicken Sie hier.
Die Bezeichnung „Brief“ kommt von den lateinischen Begriffen brevis libellus, beziehungsweise breve scriptum was so viel wie „kurzes Schreiben“ heißt. Die Anfänge des Briefes gehen weit zurück. Bereits die Babylonier ritzen Nachrichten in Tontafeln. Im Alten Ägypten hingegen wurden Briefe auf Papyri geschrieben. Holztafeln, die mit Wachs beschichtet wurden, dienten hingegen im antiken Griechenland und Rom als Briefbögen. |