Geschäfts-Briefe richtig adressieren

Geschäfts-Brief adressieren – Rechte und Pflichten

Wann darf ein Brief von einer Poststelle geöffnet werden? Was ist bei der Adressierung eines Geschäftsbriefes zu beachten?

Geschäfts-Brief richtig adressieren

Grundsätzlich sind alle korrekt an einen Betrieb adressierten Briefe auch an diesen gerichtet und der Betrieb kann frei in seiner Postordnung festlegen, welche Brief Adresse in der Poststelle geöffnet werden oder nicht.

Die Formulierung „z.Hd.“ oder „ zu Händen“ in der Brief Adresse, schränkt die Poststelle in ihrem Handeln nicht ein.  Nur wenn der Absender in seiner Adressierung deutlich macht, dass der Brief nur von der genannten Person zu öffnen ist, darf der Brief nicht von Dritten geöffnet werden.

Eine sogenannte Willensbekundung nach §130 BGB wird in folgender Form in der Adressierung deutlich:

  • vertraulich
  • persönlich
  • eigenhändig


Dies sind Ausdrucksformen, die bei der Adressierung deutlich machen, dass der Brief nicht von Dritten geöffnet werden darf.

Nachteil dieser Adressierung: Ist in einem Brief, welcher so adressiert wurde, ein Schreiben, in welchem eine Frist gesetzt wird, kann der Mitarbeiter dieses Dokument bei Abwesenheit nicht bearbeiten und Dritte können ihn nicht darüber informieren.

Private Post Adressierung an eine Betriebsadresse


Die Adressierung „Herr oder Frau Muster c/o Firma Muster“ hindert den Betrieb zwar daran diesen Brief zu öffnen,
da der Mitarbeiter die Betriebsadresse für seine private Post benutzt, aber die Poststelle hat die Möglichkeit, den Brief nicht anzunehmen.
Der Mitarbeiter hat keinen Rechtsanspruch darauf, dass die Firma einen so adressierten Brief annimmt. Die Begründung dafür lautet dass der Adressat nicht in diesem Gebäude wohnt und der Brief aus diesem Grund fehladressiert ist.


Grundsätzliche Informationen zum Aufbau eines Geschäftsbriefes sowie Geschäftsbrief-Vorlagen bietet Ihnen der Briefwolke Menüpunkt Wiki.

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